Die Steuerung in den frühen elektronischen Flippern, wie z.B. ein Bally Strikes and Spares, besteht aus folgenden Komponenten:
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Netzteil
Die Spannungsversorgung, die die 230 V Netzspannung aus der Steckdose in diverse benötigte Spannungen im Flipper umwandelt.
Dazu gehören z.B.:
- Elektronik
- Grundbeleuchtung
- Displays
- Spulen
- Alle Komponenten befinden sich im Kopfteil, auch der Trafo.
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MPU
Die "Main Processor Unit". Dies ist die Steuerung des Flippers und hier sitzt auch der Mikroprozessor. Seine spieleabhängigen spezifischen Informationen bekommt der Mikroprozessor aus dem
sogenannten "GameROM", in dem das Programm hinterlegt ist. Alle Schalter werden hier verarbeitet.
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"Lamp Driver"
Von dieser Platine werden alle "gesteuerten" Lampen angesprochen, d.h. alle Lampen, die nicht zur Grundbeleuchtung gehören.
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"Solenoid Driver"
Diese Platine steuert die Spulen an und bereitet die Spannungen aus dem Netzteil auf.
Die Steuerung in elektronischen Flippern in der Mitte der 90er Jahre, wie z.B. Williams No Fear, besteht aus folgenden Komponenten:
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Netzteil
Der Trafo befindet sich bei diesem Flipper im Cabinet und die Aufbereitung der Spannungen auf dem Power Driver Board.
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MPU
Die "Main Processor Unit". Dies ist die Steuerung des Flipper und hier sitzt auch der Mikroprozessor. Seine spieleabhängigen spezifischen Informationen bekommt der Mikroprozessor aus dem oder
den s. g. Game ROM. Dort ist das Programm hinterlegt. Alle Schalter werden hier verarbeitet.
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Power Driver Board
Die MPU steuert diese Platine an und bestimmt welche Spielelemente wie z.B. Lampen, Spulen oder Motoren angesteuert werden. Das Power Driver Board ist sozusagen der "Muskel" der die Arbeiten
ausführt. Außerdem werden hier die Trafospannungen aufbereitet.
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Soundboard
Hier werden die Töne und die Sprache erzeugt. Wann was wiedergegeben wird bestimmt die CPU.
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Flipptronic
Diese Platine steuert die Flipperfinger und sorgt z.B. für einen kraftvollen Abschuss der Kugel und ein lesitungsreduziertes Halten der Flipperfinger in der oberen Position.
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Dot Matrix Board
Hier werden die Signale der CPU verarbeitet und die einzelnen Punkte auf dem Dot Matrix Display angesteuert. das Können sowohl Zahlen als auch Videoanimationen sein.
In erster Linie mussten/müssen die Flipperplatinen die Funktion und die Verfügbarkeit des/ der Flipper sicherstellen. Und zwar in allen nur denkbaren Situationen, 24h am Tag, sieben Tage die
Woche 365 Tage im Jahr:
- In einer Spanischen Bar , im Hochsommer bei 45 C°
- In einer hochfrequentierten Spielhölle
- In einem Vereinsheim eines Fußballclub, im Winter
- In einer Kneipe, wo z.B. unter Alkoholeinfluss etwas rauer gespielt wird
- In einer Strandbar am Meer
- In einem feuchten Keller
Alles in allem ziemlich hohe Anforderungen die von den verschiedenen Herstellern mehr oder weniger gut gemeistert wurden. In Zeiten geplanter Obsoleszenz eine beeindruckende Leistung. Oft
wird vergessen, dass wir heute auf Geräten spielen, die vor 25-40 Jahren konzipiert- und meist bis auf das Äußerste belastet wurden.
Die Frage ist kurz und knapp zu beantworten: Alles!
Hier eine kleine Liste gängiger Fehler und Probleme, meist treten mehrere Fehler zusammen auf.
- Säureschäden d.h. Korrosion an der Platine und an den Bauteilen
- Defekte Stecker und verbrannte Stiftleisten
- Defekte Bauteile wie Halbleiter, Widerstände, Kondensatoren, Netzfilter usw.
- Defekte ROM-Bausteine
- Inkompatible Bauteile bzw. Softwareversionen
- Haarrisse
- Gebrochene Lötstellen
- Defekte Potentiometer
- Kontaktprobleme an IC-Sockeln oder Kontakten
- Defekte Relais
- Brandschäden
- Hitzeschäden
- Mangelhafte Durchkontaktierung der Leiterbahnen
- Mangelhaft ausgeführte Reparaturen in der Vergangenheit
- Obsolete Bauteile
- Fehlerhafte oder unzureichende bzw. nicht vorhandene Dokumentation und Schaltpläne
Ein defekter Treiber Transistor oder ein IC stellt meist kein Problem dar und die Reparatur ist unter einer Grundvoraussetzung auch vor Ort in akzeptabler Qualität durchführbar: Der Flipper hat
zuvor längere Zeit funktioniert und die Situation die zum Ausfall geführt hat, lässt sich ausreichend beschreiben.
Schwierig wird es meist dann, wenn die Historie unklar- oder der Fehler zu komplex ist.
Zusammenfassend habe ich persönlich die Erkenntnis gewonnen, dass ist es nicht möglich ist, eine Platine effizient und qualitativ hochwertig zu reparieren, wenn nicht diverse, oben beschriebene,
Rahmenbedingungen erfüllt sind.